TMA und CYNETart für mehr Medientechnologie

Begriffe wie CYNETart und TMA Begriffe wie CYNETart und TMA sind in Verbindung mit der Medientechnologie heute fest verbunden. Für alle, die zunächst dennoch nur wenig mit diesen Wörtern anfangen können, möchten wir einmal näher darauf eingehen. TMA steht für den gemeinnützigen Verein Trans Media-Akademie Hellerau e.V. Dieser ist auch Mit-Initiator für die CYNETart, ein Festival für computergestützte Kunst und transdisziplinäre Medienprojekte, das bereits seit 16 Jahren in Dresden erfolgreich veranstaltet wird. Der Verein TMA selbst wurde im Jahr 2001 gegründet. Der eigentliche Fokus bewegt sich in der Eigenproduktion als auch der Präsentation von Projekten im medienkünstlerischen Bereich. Als Präsentationsfläche dient dabei die CYNETart in Dresden. Im Mittelpunkt steht aber nicht einfach die seelenlose Vorstellung, sondern jedes Objekt und jede Produktion verknüpft sich bei der TMA mit einem festen Gedanken.- Es geht dabei um die Konsequenzen der Entwicklung in der Medientechnologie und den damit verbundenen Auswirkungen auf das Weltbild, das in künstlerischer Sicht ausgedrückt werden soll.

TMA – Körperwahrnehmung

Neben der Darstellung möglicher Konsequenzen in der Medientechnologie setzt der Verein TMA aber maßgeblich auch auf die Erforschung von virtuellen Environments. Hierbei geht es vor allem darum, eine Verbindung zwischen psychologischen, künstlerischen, kybernetischen und naturwissenschaftlichen Aspekten herzustellen. Die einzelnen Entwicklungen und Produktionen der TMA werden aber nicht nur auf der CYNETart in Dresden präsentiert. Sie waren vielfach bereits auch schon auf der WRO Biennale in Wroclaw, dem Dutch Electronic Art Festival in Rotterdam und zum Beispiel dem Ars Electronica Festival in Linz zu bewundern.

Der TMA Verein unterhält ein sogenanntes Trans-Media-Labor (TML), das zur Entwicklung und Anwendung von virtuellen Environments als auch audiovisuellen Projekten dient. Hierbei werden interaktive Räume hergestellt, die als Basis für multimediale Performances und sogar Tanzproduktionen dienen. Finanziert und hervorgegangen ist das Ganze aus dem Innovationsfonds für Kunst und Medientechnologie.

TMA und CYNETart

Neben dem Trans-Media-Labor ist das CYNETart in Dresden fest mit dem Verein TMA verbunden. Seit bereits 1997 wird es jährlich neu veranstaltet, wobei der Fokus hauptsächlich auf Medienkunstprojekte liegt. Dabei weisen die einzelnen Projekte der CYNETart eine integrale Verknüpfung von Wissenschaft, Kunst und Medientechnologien auf, wobei das Festival in Dresden mittlerweile führend in der Präsentation von computergestützter Performance ist. Neben dem jährlichen CYNETart Festival in Dresden veranstaltet die TMA einen Wettbewerb, der alle 2 Jahre stattfindet. Hierbei werden Medienprojekte von einer internationalen Jury ausgezeichnet. Mit dem CYNETart Wettbewerb in Dresden sind ebenfalls Preisgelder verbunden, die bis zu 25.000 Euro reichen. Auch hierbei gehört die CYNETart zu den höchstdotierten Wettbewerben.

CYNETart Festival Ableger
Im Laufe der Jahre ist ein weiterer Ableger der CYNETart entstanden, der ebenfalls unweigerlich mit dem TMA verbunden ist. Dabei handelt es sich um die sogenannte microscope session. Eine Veranstaltungsreihe, die sich überwiegend mit elektronischer Musik und der VJ-Kultur beschäftigt. Bereits im Jahre 2000 wurde der Ableger der CYNETart geboren und wird seither ebenfalls jährlich präsentiert. Austragungsort ist das Europäische Zentrum der Künste in Dresden.

In verschiedenen anderen Ablegern verfolgt der Verein TMA unter anderem die Idee einer Diskussions- und Abstimmungsplattform im Internet. Ein sogenanntes virtuelles Parlament (VIPA) wurde bereits von der TMA im Jahr 2009 freigeschaltet.

Erfolge von TMA & CYNETart

Der Verein hat es nicht zuletzt durch das CYNETart Festival in Dresden geschafft international den Fokus auf transdisziplinäre Medienprojekte zu legen. Dabei geht es immer um eine Spezialisierung. TMA legt den Fokus direkt auf den körperlichen Aspekt in Verbindung mit der Informationstechnologien. Hierbei geht es um die Entkörperung und die bewusste Wahrnehmung der neuen Medientechnologien. Also quasi eine neue Sensibilität, die der Verein TMA unter anderem mit der CYNETart in Dresden erreichen möchte. Herausgekommen ist ein Festival, das bereits über die Grenzen hinaus bekannt ist und ein (alle 2 Jahre stattfindender) Wettbewerb, in dem immer wieder hunderte von medienkünstlerischen Projekten vorgestellt werden. Schon bei dem ersten Festival in Dresden war das Interesse groß. Damals hieß das Motto noch Digitale Künste. In der Regel findet die CYNETart unter Leitung der TMA jedes Jahr auf Mitte November statt. Seit dem durch die neuen Technologien und das ständig präsente Internet die Verschmelzung von digitaler Kommunikation mit Parallelwelten fast selbstverständlich geworden ist, gehört das Angebot der TMA und der CYNETart zu einem der wichtigsten Punkte in der Medienkunst. Ein schönes Beispiel für die Parallelwelten war die Tanzwelt auf der CYNETart in Dresden. Unzählige Tänzerinnen tanzten dabei zeitgleich auf Bühnen in aller Welt, die teilweise tausende Kilometer auseinander lagen. Durch die digitale Technik verschmolzen sie auf der CYNETart zu einer Einheit, einer Parallelwelt, die fassbar und real erschien. Viele Besucher gerieten dabei an die Grenzen ihrer Wahrnehmung. Ein sensationeller Erfolg von dem Verein TMA, der Jahr für Jahr immer wieder neue und faszinierende Projekte dieser Art auf der CYNETart vorstellt.

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